Idee 3: Beats mit dem Körper trommeln
Bodypercussion ist nicht nur in der Grundschule eine äußerst beliebte Unterrichtsidee. Wenig verwunderlich, denn Noten- und Pausenwerte werden dank ihr einfach erlebbar. Außerdem ist der Körper als Musikinstrument immer dabei. Unsere Platzhalter oder die Beats aus der Rhythmus-Box lassen sich ebenfalls wunderbar mit den Körperklängen interpretieren:
Eine Möglichkeit dafür ist zum Beispiel, lange Notenwerte zu stampfen und kurze Zeichen zu klatschen. Wenn eine Pause gespielt wird, soll es natürlich auch im Klassenzimmer mucksmäuschenstill sein.
Auf diese Weise können Sie einzelne Beats und sogar mehrstimmige Stücke einstudieren. Noch spannender wird es, wenn Sie ganze Songs mit den Körperklängen begleiten. Dafür bieten sich bekannte Kinderlieder, aber auch Hits aus den Charts an. Diese Liedbegleitung können Sie vorbereiten oder sich gemeinsam mit der Klasse überlegen.
Tipp
Bei der Liedbegleitung ist weniger oft mehr. Es müssen also keine komplexen Rhythmen sein, die Musik gut klingen lassen. Beschränken Sie sich gerne auf wenige Noten- oder Pausenzeichen! Bei Bedarf lässt sich diese Auswahl jederzeit erweitern.
Idee 4: Auf die Ohren bauen und vertrauen
Die wichtigsten Werkzeuge von Musizierenden sind die Ohren. Beim Vermitteln von Noten- und Pausenwerten sollten sich Lehrkräfte also nicht nur auf die visuelle Ebene konzentrieren. Die auditive Ebene ist mindestens genauso wichtig.
Übungen wie Idee 4 helfen Ihnen dabei, das Hör- und damit das Notenverständnis von jungen Musizierenden spielerisch zu fördern:
Wählen Sie jeweils zwei sich ähnelnde
- Takte,
- Notenwerte oder
- Notenwerte plus Pausenzeichen
aus.
Das sind Ihre rhythmischen Bausteine, die Sie nun für alle gut sichtbar im Tafelbild gegenüberstellen. Anschließend klatschen Sie einen dieser Rhythmen vor.
Die Schülerinnen und Schüler sollen jetzt aktiv heraushören, welchen Sie gerade vorgestellt haben. Vielleicht gibt es auch ein Kind, das vorklatschen möchte?
Idee 5: Noten- und Pausenwerte sprechend erlebbar machen
Im Musikunterricht kommt auch die Taktsprache immer dann zum Einsatz, wenn Rhythmen möglichst intuitiv erfasst werden sollen. Hierfür setzen viele Lehrerinnen und Lehrer auf die Taktsprache von Zoltan Kodály.
Sie gehört zu den bekanntesten Arten des rhythmischen Sprechens. Jedoch gibt es auch andere Ideen, um Noten- und Pausenwerte mithilfe von Sprache erlebbar zu machen.
Die Silbentrennung ist ein bewährtes Beispiel dafür:
Suchen Sie gemeinsam mit den Kindern einfache Wörter zu einem Themengebiet wie beispielsweise „Obst“ oder „Tiere“ aus. Sind Sie fündig geworden, dürfen diese Wörter nun korrekt getrennt werden. Pro Silbe sollen die Kinder außerdem einmal klatschen. Jedes Klatschen steht dabei für einen Notenwert.
Wenn Sie zusätzlich Pausen in die musikalisch-rhythmische Sprechübung integrieren möchten, dann arbeiten Sie am besten mit ganzen Sätzen. Das können Sie auch, um komplette Rhythmusgeschichten zu schreiben.
Vom Prinzip her funktioniert das genauso wie bei den einzelnen Wörtern. Sie stehen jetzt aber nicht mehr für sich alleine, sondern werden in eine kurze Geschichte mit maximal drei Hauptsätzen eingebettet. Das macht nicht nur Noten- und Pausenwerte spielerisch erlebbar. Auch die sprachliche Kreativität fördern Sie mit dieser kurzweiligen Idee kindgerecht.
Dabei wünsche ich Ihnen und Ihrer Klasse viel Freude.