Nun bin ich schon seit 5 Jahren Grundschullehrerin und ich liebe es.
In den Sommerferien nach meinem Vorbereitungsdienst habe ich das Internet durchforscht, um mich von Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt inspirieren zu lassen. Ich war so aufgeregt: Endlich meine erste eigene Klasse und mein eigenes Klassenzimmer.
Von Anfang an habe ich viel Zeit und Liebe in die Gestaltung einer angenehmen, ansprechenden, aber auch gut organisierten und strukturierten Lernumgebung gesteckt.
Wahrscheinlich habe ich mehrere Tage damit verbracht, den kahlen Klassenraum in einen Wohlfühlraum zu verwandeln. Einen Raum, in dem sich die Kinder sicher fühlen und der zum Lernen anregt.
Am PC habe ich begonnen, meine Unterstützungssysteme, Schilder, Anweisungen und Transparenzen zu entwerfen. Es entstanden Unmengen farbiger Vorlagen, die unseren Schulalltag vorhersehbar und offene Arbeitsformen strukturieren sollten.
Das ganze bunte Papier wurde Abend über Abend beim Seriengucken einlaminiert, fein säuberlich ausgeschnitten und im Klassenzimmer aufgehängt. Ich habe gebastelt wie ein Weltmeister, da es die Produkte für mein Classroom Management nirgends zu kaufen gab.