Was ist ein Aktionstablett?
Auf einem handelsüblichen Experimentiertablett oder in einer Wanne werden mit einfachsten Materialien (Bohnen, Pompons, unterschiedliche Gefäße, Wäscheklammern, Kastanien, Kugeln, Bausteine etc.) Übungen oder Aufgabenstellungen durch die pädagogischen Fachkräfte vorbereitet. Wichtig ist hierbei, auf die Altersstufen und Interessen der Kinder einzugehen. In der Praxis hat es sich bewährt, unterschiedliche Tabletts in einer Forscherwerkstatt vorzubereiten. Der angeborene Forscher- und Entdeckerdrang der Kinder wird durch die vorbereiteten Aktionstabletts angeregt und frei ausgelebt. Diese Idee der „vorbereiteten Umgebung“ hat ihren Ursprung bei Maria Montessori, die von den Selbstbildungskräften der Kinder überzeugt war. Die Basis der Montessori-Pädagogik liegt also in dem Gedanken, dass Kinder sich entsprechend ihrer Interessen, Entwicklungsstufen und sensibler Phasen durch eine, dem Alltag nahe, vorbereitete Umgebung aktiv-schöpferisch selbst bilden.
Welche Aktivitäten eignen sich für Aktionstabletts?
Für Aktionstablett oder Aktionswanne eignen sich vor allem Übungen und Aktivitäten, die eine klar umrissene Zielsetzung haben oder sogar selbsterklärend sind, z. B. farbige Becher und Wäscheklammern in genau diesen Farben. Durch das bereitgestellte Material werden die Kinder aufgefordert, die Situation zu untersuchen und sich mit den möglichen Beschäftigungsideen des Aktionstabletts auseinanderzusetzen. Übungen zum Sortieren von Farben und Formen oder Schüttübungen mit Bohnen, Perlen und Kugeln eignen sich genauso wie Legespiele und Fühlmemos. Die Beschäftigung mit der Aufgabe und die Lösung der vorgegebenen Fragestellung oder sogar das Entwickeln einer neuen Idee erzeugen Erfolgserlebnisse, welche die Freude am selbstbestimmten Lernen wecken und die Neugier fördern.