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Ideen für die Vorweihnachtszeit in der Grundschule

Wie Sie die Adventszeit mit Ihrer Schulklasse gestalten können

Plätzchenduft auf den Schulfluren, geschmückte Fenster, weihnachtliche Lieder, die aus den Klassenzimmern dringen, der Tannenbaum in der Schul-Aula und eine gelöste Stimmung unter den Schülern und Lehrkräften – untrügliche Zeichen, dass Weihnachten näher rückt (und damit auch die Ferien …).

Weitere Anzeichen dafür haben wir für Sie in dem Beitrag „10 untrügliche Vorboten der Weihnachtsferien“ zusammengefasst 😉

Wenn Sie noch auf der Suche nach netten Anregungen für kleine Adventszeit-Aktionen sind, werden Sie vielleicht hier fündig:

Sterne aus Butterbrottüten

Butterbrottüten können viel mehr als nur Pausenbrote umhüllen: Sie sind das perfekte Bastelmaterial für weihnachtliche Sterne. Die Sterne sind auch für Grundschulkinder einfach herzustellen und der Zeitaufwand hält sich in Grenzen.

Alles, was Sie dafür brauchen, sind:

Eine gute Anleitung gibt z. B. der sehenswerte YouTube-Kanal „bastelnmitkindern“:

Wem das noch nicht kreativ genug ist, der kann auch Muster in die Sterne schneiden. Tolle Anregungen finden Sie in dem Buch „Sternenzauber“ von Rosemarie Mächel.

Weihnachten in aller Welt

Vielen Grundschulkindern sind die Hintergründe und Ursprünge der Bräuche rund um Weihnachten wenig bekannt. Die Vorweihnachtszeit bietet eine schöne Möglichkeit, diese z. B. im Religionsunterricht zu thematisieren und Vergleiche zu anderen Ländern zu ziehen.

Wann finden beispielsweise Kinder in Deutschland, Spanien oder den USA ihre Geschenke? Was hat es mit dem Tannenbaum auf sich? Und welche Feste werden eigentlich in anderen Religionen gefeiert?
Die Schüler erfahren dabei, welche Denkweisen hinter den Bräuchen stehen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt. Dieses Verständnis trägt zu Respekt und Toleranz gegenüber anderen Kulturen bei.

Die Schüler können z. B. in Partnerarbeit Informationen zu verschiedenen Ländern recherchieren, die Ergebnisse festhalten und diese danach der Klasse vorstellen. Nebenbei erfahren sie auch, wo die Länder liegen.

Weihnachts-Elfchen

Ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht, das sich schon für junge Poeten eignet 🙂
Seine Form ist genau festgelegt: Es besteht immer aus elf Worten (deshalb der Name) in fünf Zeilen. Abgesehen von der streng festgelegten äußeren Form hält es viel Raum für kreative Inhalte bereit.

1. Vers (1 Wort): Ein Gedanke, der den Kindern z. B. zum Thema Weihnachten oder Advent einfällt.
2. Vers (2 Worte): Der Begriff aus der ersten Zeile wird erläutert, z. B. Wie finde ich es? Welchen Geruch verbinde ich damit? Was beschreibt es gut?
3. Vers (3 Worte): Der erste Begriff wird noch näher beschrieben, z. B. Wo/was ist er? Zu was ist er da? Wie funktioniert er?
4. Vers (4 Worte): Was meint man dazu? Wie findet man es?
5. Vers (1 Wort): Was fasst das Geschriebene zusammen? Was ergibt sich daraus?

Beispiel:

Plätzchen
duften toll
liegen im Lehrerzimmer
sind nicht lange dort
Weihnachtsstimmung

Einen Brief an den Weihnachtsmann schreiben

Die Erfahrung, einen Brief handschriftlich zu schreiben, machen heute nur noch wenige Kinder (außer es wird im Unterricht thematisiert). Obwohl es natürlich heute viel schnellere und unkompliziertere Kommunikationswege gibt, hat das Schreiben eines Briefs diesen doch noch etwas voraus:

  • Ein Brief zeigt die Wertschätzung für den Adressaten.
  • Rechtschreibung und Zeichensetzung finden mehr Beachtung.
  • Für einen guten Brief ist Kreativität gefragt.
  • Das Gefühl, wenn man selbst einen handgeschriebenen Brief erhält.

Ein idealer Zeitpunkt, um das Thema „Briefe schreiben“ anzugehen, ist die Vorweihnachtszeit. Denn hier stehen den Kindern ganz besondere Briefpartner zur Verfügung: Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind warten nun auf Post von Kindern, die ihnen ihre Wünsche mitteilen. Und das Beste daran: Sie schreiben auch zurück!

Hier finden Sie die Adressen: Weihnachtspost

Plätzchenmassage

Die „Plätzchenmassage“ ist ein Massagespiel, das die Schüler paarweise durchführen. Plätzchen werden dazu nicht benötigt, höchstens zum nebenbei Essen 😉

Haben die Schüler einen Partner gefunden, setzt sich einer der beiden so auf einen Stuhl, dass der Rücken frei zugänglich ist. Der andere Schüler „backt“ nun auf seinem Rücken die Plätzchen, indem er passende Bewegungen der Hände und Finger zu einem „Rezept“, das Sie vortragen, auf dem Rücken ausführt. Ist die Massage fertig und die Plätzchen sind „gebacken“, werden die Rollen getauscht.

  1. Zuerst streuen wir das Mehl auf die Platte:
    Die Kinder tippen mit den Fingern auf den Rücken.
  2. Jetzt wird die Butter klein geschnitten, damit wir den Teig nachher besser kneten können:
    Mit der Handkante fahren die Kinder mit leichtem Druck in verschiedenen Richtungen über den Rücken.
  3. Dann streuen wir Zucker zu den Zutaten:
    Mit den Fingerspitzen trommeln die Kinder auf den Rücken.
  4. Nun fehlen noch die Eier, die wir aufschlagen und zum Teig geben:
    Die Kinder schlagen mit der flachen Hand auf den Tisch und öffnen die zuvor aneinandergepressten Fingerspitzen auf dem Rücken langsam nach außen.
  5. Jetzt wir der Teig geknetet:
    Die Kinder führen knetende Handbewegungen auf dem Rücken aus.
  6. Damit wir ihn gleich gut ausrollen können, rollen wir den Teig zu einer Kugel:
    Mit der Faust fahren die Kinder ihren Partnern über den Rücken.
  7. Dann wird der Teig flach ausgerollt:
    Mit der flachen Hand streichen die Kinder über den Rücken.
  8. Und wir stechen die Plätzchen aus:
    Mit einem Finger „malen“ die Kinder die Umrisse ihrer Plätzchen auf den Rücken.
  9. Ab damit in den Ofen:
    Mit beiden flachen Händen langsam von oben nach unten den Rücken entlangfahren.
  10. Die Plätzchen müssen nun im Ofen gebacken werden:
    Kreisende Handbewegungen auf dem Rücken ausführen.
  11. Die Plätzchen sind fertig und wir holen sie aus dem Ofen:
    Mit beiden flachen Händen langsam von unten nach oben den Rücken entlangfahren.
  12. Bevor wir sie essen können, müssen wir nur noch pusten, damit sie schneller abkühlen:
    Die Kinder pusten auf den Rücken ihrer Partner.

Weihnachtsduft-Memo

Das Weihnachtsduft-Memo wird wie das bekannte Memory gespielt. Statt zwei identischer Bildkarten müssen die Kinder zwei zusammenpassende Duftpaare finden.

Als Duftproben eignen sich beispielsweise etwas geriebene Orangenschale, frische Fichten- oder Tannennadeln, Zimt, Spekulatiuskekse oder Schokolade. Die Proben können Sie in doppelter Ausführung in undurchsichtige Döschen füllen. Damit es nicht zu schwierig wird, reichen für den Anfang etwa 5 verschiedene Gerüche.

Besonders gut eignen sich beispielsweise schwarz gefärbte Filmdöschen:
Filmdosen im Betzold Online-Shop bestellen

Jetzt werden die Dosen gemischt und das erste Kind darf eine Dose öffnen, den Geruch raten und den passenden Partner finden. Damit man nicht gleich sieht, was sich in der Dose befindet, kann die Duftprobe mit etwas Watte bedeckt werden oder den Kindern werden vor dem Riechen die Augen verbunden.

Ein Adventskalender fürs Klassenzimmer

Adventskalender für die Schule

Ideen für Adventskalender finden Sie im Beitrag „Anregungen für Klassenzimmer-Adventskalender“:

  • Lese-Adventskalender
  • Adventskalender der netten Gesten
  • Gutschein-Adventskalender
  • Bewegter Adventskalender
  • Sternenhimmel-Adventskalender

Weitere Ideen für die Adventszeit:

  • Weihnachtliche Kamishibai-Geschichten
  • Reizwortgeschichten mit winterlichen und weihnachtlichen Begriffen
  • Schneeballgedichte zur Winter- oder Weihnachtszeit
  • Plätzchen backen (und essen!)
  • Weihnachtskarten basteln
  • Adventszeitung gestalten
  • Weihnachts-Lapbook
  • Christbaumschmuck basteln

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

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