Caroline S. am 16.10.2025

Grobmotorik von Kindern fördern

Eine ausgeprägte Grobmotorik bildet die Basis für die Feinmotorik und ermöglicht es Kindern, sich frei und sicher bewegen zu können, da die Motorik nicht nur ihre Koordination und Ausdauer stärkt, sondern auch das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Durch die Förderung der Grobmotorik verhelfen Sie ihnen zu mehr Selbstständigkeit und befähigen sie dazu, alltägliche Aufgaben selbstbewusst zu bewältigen.

Wie Sie die Kinder bei der Entwicklung der Grobmotorik unterstützen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

So fördern Sie Balance & Gleichgewicht

Wenn Kinder ihre Balance trainieren, stärken sie ihr Gleichgewicht — also die Fähigkeit, den Körper durch Muskelanspannung und Koordination in einen stabilen Zustand zu versetzen. Dies ist im Alltag vor allem beim Treppensteigen, Radfahren oder Balancieren von Vorteil, da sie sich dadurch sicherer bewegen können.

Balance im Alltag fördern:

  • Krippe: Für Krippenkinder bieten sich besonders Schaukeltiere, Sitzkreisel oder auch Kinderwippen an.
  • Kindergarten: Im Kindergarten können Sie auf verschiedene Arten von Balancier-Hilfsmitteln zählen: Balanciersteine, Balanciermauer, Balancierband etc.
  • Schule: Kinder und Jugendliche in der Schule erfreuen sich an Slacklines. Aber auch Balanceboards oder klassische Turngeräte stärken das Gleichgewicht.
Junge balanciert auf einem auf dem Boden liegenden Seil
Mädchen balanciert auf einer zwischen Bäumen gespannten Slackline

So können Sie Körperhaltung fördern

Eine stabile Körperhaltung ist die Grundlage für das Sitzen und Stehen — denn sie bringt Stabilität im Rumpf, unterstützt die Körperspannung und kräftigt die Muskulatur. So fällt es Kindern im Alltag leichter, sich aufzurichten und Rückenproblemen vorzubeugen.

Körperhaltung im Alltag fördern:

  • Krippe: Um sich im Krabbeltunnel fortzubewegen, müssen die Kleinkinder ein wechselseitiges Bewegen von Armen und Beinen ausführen, was eine stabile Körpermitte fördert und auch die Körperwahrnehmung stärkt.
  • Kindergarten: Schaumstoffbausteine aktivieren Bauch-, Rücken- und Schultermuskulatur und kräftigen damit die Haltemuskulatur.
  • Schule: Auch Yoga kann hilfreich sein, da viele Positionen eine aufrechte Haltung erfordern und Kinder so lernen, den Körper bewusst zu stabilisieren.
Kleinkind krabbelt durch Krabbeltunnel auf Wiese
Zwei Jungen machen Yoga-Übungen auf Matten

So können Sie Koordination fördern

Voraussetzung für eine gute Beweglichkeit ist die Koordination von Bewegungsabläufen, also das Zusammenspiel von Muskeln. Wenn Kinder lernen, Bewegungen bewusst und fließend auszuführen, gewinnen sie an Sicherheit. Denn solche Bewegungsabläufe erleichtern Alltagsaufgaben ungemein, da sie die Geschicklichkeit steigern.

Koordination & Beweglichkeit im Alltag fördern:

  • Krippe: Bewegungslandschaften laden zum Krabbeln, Hüpfen, Klettern und Entdecken ein. Sie bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Koordination von Kleinkindern zu verbessern, da jede Menge Fähigkeiten gefordert sind. Die Kinder lernen spielerisch, was ihr Körper alles kann.
  • Kindergarten: Einfach, aber effektiv — mit Wurfspielen kann der Bewegungsfluss trainiert werden, mit Tanzspielen wird ein Gefühl für Rhythmus entwickelt und die Beweglichkeit des Körpers verbessert.
  • Schule: Schwimmen erfordert einen präzisen Bewegungsablauf von Armen und Beinen, um im Wasser vorwärtszukommen. Das Zusammenspiel der Muskeln steigert die Ausdauer und kann Fortschritte sichtbar machen, um Erfolgserlebnisse zu schaffen.
3 Kleinkinder spielen mit Bewegungslandschaft
Mädchen wirft mit Ball auf gestapelte Dosen
Junge schwimmt im Wasser mit Schwimmnudel

So können Sie Reflexe fördern

Um mit schnellen Bewegungsanpassungen auf äußere Änderungen bzw. Begebenheiten reagieren zu können, sind gute Reflexe und Aufmerksamkeit gefragt.

  • Ausweichen: Wurfspiele im Sportunterricht bzw. der Turnstunde sind ein klassisches Beispiel für das Trainieren von Reflexen, wenn es darum geht, sich nicht vom gegnerischen Team abwerfen zu lassen.
  • Auf Anweisung reagieren: Spiele wie Feuer, Wasser, Sturm, bei denen auf Kommandos reagiert werden muss, lassen sich meist auch ohne viel Aufwand umsetzen.
  • Richtungswechsel: Ein schneller Richtungswechsel erlaubt es Kindern bspw. beim Fangenspielen zu entkommen.
  • Ball fangen: Mit unrunden Bällen, die beim Aufprall in eine zufällige Richtung springen, kann das Fangen geübt werden.
Zwei Kinder spielen mit Bällen
Zwei Mädchen spielen Fangen in Sporthalle

So fördern Sie Fortbewegung & Sprungkraft

Ob Krabbeln, Laufen, Rennen, Hüpfen oder Springen — jede Art der Fortbewegung ermöglicht es Kindern, neue Freiräume zu eröffnen und ihre Umwelt zu entdecken. Damit diese Fortbewegung auch möglichst effizient ist, sollten Kinder lernen, sich kraftvoll und dynamisch zu bewegen.

Fortbewegung im Alltag fördern:

  • Krippe: Durch das Abstoßen mit den Beinen auf Rollrutschern oder Kinderfahrzeugen wird nicht nur die Beinmuskulatur gestärkt. Die Kinder lernen auch, ihren Krafteinsatz zu dosieren, um sich entsprechend vorwärts zu bewegen.
  • Kindergarten: Mit dem Hüpfsack kommt man nicht unbedingt effektiv vorwärts, dafür bietet er aber einen hohen Spaßfaktor. Alternativ bietet sich auch das Seilspringen an, mit dem ebenfalls Sprungkraft und Balance geübt werden können.
  • Schule: Typische Turnhallengeräte wie der Sprungkasten oder andere Turngeräte fördern durch wiederholtes Abspringen und Landen die Muskulatur in den Beinen. Das ist nicht nur im Alltag hilfreich, sondern auch bei Sportarten wie Handball oder Basketball von Vorteil.
Sporthalle in der diverse Turngeräte aufgebaut sind
Kleinkind sitzt auf einem Rollrutscher in Form einer Biene
Mädchen trainiert mit Springseil in Sporthalle

So fördern Sie Kraft & Ausdauer

Muskeln aufzubauen und die Ausdauer zu steigern, ist nicht nur etwas für den Profisport, auch Kinder profitieren davon. Denn durch entsprechende Übungen wird der Körper über längere Zeit belastbarer und die Kinder lernen, ihre Energie besser einzuteilen.

Um Ausdauer und Kraft zu trainieren, können Sie auf Bewegungsbaustellen oder Parcours zurückgreifen. Diese bieten jede Menge Material, das sich auf unterschiedliche Weise verknüpfen lässt, um abwechslungsreiche Spielideen und Kombinationen umzusetzen — und zwar vom sanften Einstieg bis hin zur mutigen Kletterpartie. Rund um das Klettern bieten sich für die Umsetzung der Pikler-Pädagogik Elemente wie Kletterwand, -bogen oder -brett an. Ältere Kinder können sich an der klassischen Sprossenwand austoben, um gezielt Kraft, Koordination und Selbstvertrauen zu fördern – immer im eigenen Tempo und mit viel Freude an Bewegung.

Zwei Jungs spielen mit einem Gymnastikreifen
Kleiner Junge an einer Kletterwand
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    Qualität steht für uns an erster Stelle!

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