Erstellt mit dem Worksheet Crafter – www.worksheetcrafter.com
- Ein kleines Willkommens-Geschenk mit personalisiertem Willkommensgruß austeilen oder schon auf den Tischen vorbereitet haben
- Vorab eine große Weltkarte bzw. einen Globus organisieren – Ihre SchülerInnen können dann direkt zeigen, woher sie kommen
1.6 Kalender aller Art sorgen für die nötige Struktur des Schul- und Unterrichtsalltags:
Meine Erfahrungen der letzten Jahre haben mir persönlich zu einer wichtigen Erkenntnis verholfen: Mit nur einem Kalender im Klassenzimmer ist es bei Kindern und Jugendlichen, die die deutsche Sprache erwerben lange nicht getan. Viel gewinnbringender ist der ritualisierte Einsatz mehrerer Kalender im DaZ-Unterricht.
Im Bereich des Spracherwerbs und der Sprachförderung könnten diese Kalender zum Einsatz kommen:
- Ein Wandkalender, beispielsweise für anstehende Proben, Ausflüge, Wandertage, Ferien und sonstige Feiertage
- Ein großer bunter Geburtstagskalender bei dem jeder Lerner und jede Lernerin einen eigenen Platz hat (hier ist der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt – es gibt Geburtstagskalender in vielen verschiedenen optischen Aufbereitungen: in Form von Kuchen, Luftballonen, Cupcakes, einer Wäscheleine mit Fotos behangen oder kleinen Klemmbrettern, die ihren Platz im Raum finden. Ich persönlich benutze sehr gern die Cupcakes vom Ideenreise-Blog. Die Betreiberin des Blogs hat diese mit unglaublich viel Liebe gestaltet.)
- Ein Universalkalender für den Wochentag, das Datum, die Jahreszeit und einen „Wetterbericht“.
- Ein Kalender für die Feiertage verschiedener Religionen: russisch-orthodoxe Feiertage, jüdische F
- eiertage, islamische Feiertage (je nachdem, welcher Religion Ihre SchülerInnen angehören)
Tipp: Binden Sie den ein oder anderen Kalender in Ihre tägliche Unterrichtsroutine ein. Das könnte beispielsweise so aussehen, dass sich ein Kalenderdienst zu Beginn eines Schultags in der Vorviertelstunde um den Universalkalender „kümmert“ und direkt nach dem Begrüßungsritual das heutige Datum, mit Jahreszeit und Wetter (wer das möchte) verbalisiert.
1.7 Mit einem flexiblen Stundenplan behalten nicht nur die LernerInnen jederzeit einen Überblick:
Ein flexibler Stundenplan zeichnet sich dadurch aus, dass er zu jeder Zeit von allen Lernenden einsehbar ist, für jeden Tag seine Richtigkeit hat und auch spontan veränderbar ist. Für alle Beteiligten des Unterrichtsgeschehens wird der Tagesablauf transparent.
Da es ab und an vorkommen kann, dass Stundenpläne aufgrund räumlicher/zeitlicher/organisatorischer Unstimmigkeiten zu Beginn des Schuljahres der ein oder anderen Veränderung unterzogen werden müssen, sollten Sie darauf achten, auch den Klassenzimmer-Stundenplan dementsprechend zu aktualisieren und anzupassen.
Es gibt drei Varianten von flexiblen Stundenplänen im Klassenzimmer bzw. Gruppenraum:
- Variante 1: Der Stundenplan wird (möglicherweise auch von einem dafür zuständigen Dienst) jeden Tag neu an die Tafel geschrieben oder mit Kärtchen aufgehängt.
Die Betreiberinnen des Blogs "Team Farbenfroh" zeigen, wie so etwas aussehen könnte.
- Variante 2: Der Stundenplan für die gesamte Woche wird von Ihnen bereits zum Schuljahresbeginn mit entsprechenden Fächern in Form von Wortkarten im Klassenzimmer aufgehängt.
- Variante 3: Der flexible Stundenplan für die gesamte Woche wird sprachneutral mit Bildern gestaltet und im Klassenzimmer aufgehängt (und zusätzlich für die LernerInnen kopiert).
1.8 Anlegen einer Hausaufgabentafel:
Gerade in den ersten Wochen eines neuen Schuljahres sind Ihre Schülerinnen und Schüler mit viel Unbekanntem und Neuem konfrontiert. Die Kinder und Jugendlichen sollen an viele Dinge denken und wollen so wenig wie möglich vergessen. Eine Hausaufgaben-Übersicht an der Seitentafel oder einem Whiteboard kann diesem Problem Abhilfe schaffen. Sie könnten auf einer solchen Tafel für jedes Fach eine Spalte oder für jeden Tag der Woche eine Spalte machen und eine für „Sonstiges“ einführen (für Elternbriefe, Wörterbuch usw.).
Tipp: Sie können auch bei dieser Tafel spracharm arbeiten, indem Sie die Wortkarten mit Bildern unterstützen und sie in der Farben drucken/rahmen, die auch die Heft-Umschläge Ihrer Schülerinnen und Schüler für das Fach haben.
1.9 Anlegen einer bebilderten Materialliste:
Viele von Ihnen kennen die Situation aus der eigenen Schulzeit: schon sehr bald nach Schuljahresbeginn steht „Hefte kaufen“ auf dem Plan. Nachdem in den engen Regalen der nächstgelegenen Drogeriekette oder dem Schreibwarenladen alle Materialien mühsam im Einkaufskorb zusammengesammelt wurden, darf man sich nun in eine meterlange Warteschlange vor der Kasse einreihen, bevor man den überfüllten Laden endlich wieder verlassen kann.
Das ist in der ersten Schulwoche Realität für viele. Nun stellen Sie sich dieses Prozedere vor, wenn Sie eine Materialliste in Händen halten, die Sie nicht verstehen, da Ihre Sprachkenntnisse noch zu gering sind. Da wird „Schule“ bereits in der ersten Schulwoche mit Frust verknüpft. Versuchen Sie Frust zu vermeiden und geben Sie Ihren Sprachenlernern bebilderte Materiallisten mit zum Einkaufen. Entlasten Sie diese Liste vorab im Unterricht mit Realgegenständen. Das erleichtert den Einkauf für unsere SchülerInnen und auch deren Eltern.
So könnte eine bebilderte, tabellarisch gestaltete Materialliste aussehen – Sie sehen nur einen Auszug für das Fach Deutsch bzw. DaZ: