Home > Wissenswertes > Was macht ein gutes Kinder- und Jugendbuch aus?
Gute Kinder- und Jugendbücher wecken Lesefreude
Quelle: Betzold

Was macht ein gutes Kinder- und Jugendbuch aus?

Gute Kinder- und Jugendbücher wecken Lesefreude

Erinnern Sie sich noch an Ihr Lieblings-Kinder- und Jugendbuch? Haben Sie es damals geschenkt bekommen, in der Bücherei entdeckt oder schon selbst erstanden?

Warum wir fragen? Am 2. April, dem Geburtstag des Autors von „Die kleine Meerjungfrau“, „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“, wird der „Internationale Kinderbuchtag“ gefeiert. Die Rede ist natürlich von Hans Christian Andersen, der am 2. April 1805 in Odense, Dänemark zur Welt kam.

Seine Märchen werden Kindern seit bald 200 Jahren vorgelesen. Aber auch Astrid Lindgren, Michael Ende, Cornelia Funke, Ottfried Preußler, Erich Kästner, Enid Blyton, Else Ury, Joanne K. Rowling, Janosch oder Mark Twain – um nur wenige zu nennen – hätten sicher das Potential gehabt, die Patenschaft für diesen Tag zu übernehmen.

Begründet durch das „International Board on Books for Young People“ (IBBY) wird der Internationale Kinderbuchtag seit 1967 jährlich am 2. April gefeiert. 2018 steht er unter dem Motto „Im Buch ist das Kleine groß“.

Wir haben diesen Tag aus der Liste der oft mehr kurios als sinnvollen internationalen Feier- und Ehrentage (übrigens: der Tag des Käseflips, englisch: Cheese Doodle Day, war am 5. März) herausgepickt, da die Vermittlung von (Vor-)Lesefreude für uns bei Betzold ein großes Anliegen ist!

Lesefreude vermitteln

Damit das Lesen aber überhaupt Spaß machen kann, muss erstmal das richtige Buch her!

Das neue Lieblingsbuch sollte deshalb altersgerecht, ansprechend und interessant sein:

Altersgerecht:

Diese Forderung betrifft Inhalt und Äußeres gleichermaßen. Eine zu kleine Schrift, zu kindliche Illustrationen oder ein unpassendes Buchformat können das Lesevergnügen noch vor dem Ende der ersten Seite verderben. Genauso interessieren sich ältere Leseratten z.B. meist weniger für die Andersen-Werke.
Wenn Sie gerade auf der Such nach Buchempfehlungen für Ihre Klasse oder einfach nur nach einem guten Buchgeschenk sind, schauen Sie doch mal in die Lese- und Medienempfehlungen unseres Partners „Stiftung Lesen“! Hier können Sie die Bücherauswahl sowohl nach dem Alter der Kinder wie auch nach speziellen Themen filtern.

Leseförderung

Die Buchtipps der besten Schulfreundin sind oft die besten :) © Depositphotos.com / EpicStockMedia

Ansprechend:

Klar, in erster Linie muss uns das Buch optisch ansprechen. Gerade für junge Leser ist ein gutes Cover oft ausschlaggebend.
Passen dann noch Schrift und Innengestaltung mit Bildern oder Seitenornamenten (oder eben bei Freunden des nüchternen Designs das Fehlen derselben) ist das schon die halbe Miete.
Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Lesen auch ein haptisches Vergnügen sein kann – ein Punkt, den passionierte eBook-Leser vielleicht weniger nachvollziehen können… Und wer schon mal ein wirklich schlecht riechendes Exemplar vor der Nase hatte, weiß, dass in manchen Fällen der Geruchssinn für den Lesespaß eine wichtige Rolle spielen kann!

Interessant:

Diese Kategorie ist natürlich eher subjektiv. Jungs lesen z.B. oft lieber Bücher mit männlichen Protagonisten. Mehr Informationen, wie Sie die häufig etwas weniger lesebegeisterten Jungs zum Buch bringen können finden Sie im Blog-Beitrag „Auch echte Kerle sollten lesen!“.
Die einen bevorzugen phantastische Themen, die anderen wollen sich mit ihren Hobbys oder Sorgen in der Lektüre wiederfinden.

Leseförderung Jungen

Beim Lesen sind Mädchen den Jungs oft ein Stück voraus, Quelle: Betzold

Gute Kinderbücher schaffen es aber, auch schwierige Themen ohne sie zu verniedlichen oder zu verharmlosen, anzusprechen und darüber aufzuklären. Bei solchen Buchjuwelen, die uns staunen lassen, berühren, überraschen und zum Nachdenken animieren, ist es fast gleichgültig,  wie alt wir sind, ob Junge, Mann, Mädchen oder Frau und welche Themen wir normalerweise bevorzugen. Nach diesen Büchern sind Lesefreunde immer auf der Suche!

Warum also nicht den Kinderbuchtag zum Anlass nehmen und das aktuelle Lieblingsbuch der Schüler zum Thema machen? Vielleicht möchten sich Ihre Schüler gegenseitig die Lieblingsstellen aus den Lieblingsbüchern vorlesen. Begeisterung steckt an! Wer könnte besser zum Lesen motivieren, als die beste Freundin oder der beste Freund!? Und es ist nicht ausgeschlossen, dass die Schüler auch am Lieblingswerk aus der Kinder- und Jugendzeit ihrer Lehrerin bzw. ihres Lehrers interessiert sind …

Noch mehr Ideen, wie Sie die Lesefreude Ihrer Schüler wecken können, gibt’s im Beitrag „Anregungen zu kleinen Buchprojekten und großem Lesespaß!“:

Leseförderung an Schulen

 

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

Deine Meinung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Erforderliche Felder sind markiert *

*