Kindern eine Zukunft geben - die wahre Aufgabe einer Lehrkraft?
Viele Lehramtsstudierende wählen diesen Beruf aus Überzeugung: Sie wollen Kinder auf ihrem Bildungsweg begleiten, Talente fördern und ihnen faire Chancen geben. Doch im Schulalltag zeigt sich schnell, wie schwer es ist, allen gerecht zu werden, besonders in Klassen mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen..
In Deutschland wächst etwa jedes fünfte Kind in Armut auf (Quelle: Save the chilldren). Fehlende Lernmaterialien, wenig Unterstützung zu Hause oder Sorgen um die finanzielle Situation der Familie erschweren den Schulalltag zusätzlich. Lehrkräfte stehen oft unter Druck, den Lehrplan einzuhalten, während manche Kinder den Anschluss verlieren.
Dennoch empfinden viele die Arbeit mit diesen Kindern und die Wirkung, die man bei erfolgreicher Arbeit erzielt, als wichtig, sinnvoll und auch erfüllend. Denn eine sehr wichtige Zutat, um eine gute Lehrkraft zu sein, ist Begeisterung. Und die kann man nicht studieren. Lehren tut es sich am Besten, wenn es eine Berufung ist!
Praxis sammeln und Kinder gezielt fördern
climb bietet Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Theorie und Praxis zu verbinden und gleichzeitig benachteiligte Grundschülerinnen und Grundschüler zu unterstützen. climb veranstaltet sogenannte Lernferien, ein präventives Programm für Grundschüler aus sozial benachteiligten Stadtteilen.
Dadurch möchte climb einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Studierende, die sich als ehrenamtliche climb-Lehrkräfte engagieren, bekommen eine umfangreiche Einführung, in der sie lernen, wie sie den Kindern Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein, Durchhaltevermögen oder Planungskompetenz während des Mathe- und Deutschunterrichts vermitteln. Während der zweiwöchigen Lernferien gibt es außerdem Workshops, Reflexions- und Feedbackrunden, um Praxis und Theorie miteinander zu verzahnen.
Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung im Klassenteam, gestalten den Unterricht aktiv mit und reflektieren ihre Erfahrungen in Workshops und Feedbackrunden. So lernen sie, auf individuelle Bedürfnisse der Kinder einzugehen und Praxiswissen systematisch zu vertiefen – eine Erfahrung, die im regulären Studium oft zu kurz kommt.