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Medienkompetenz: So werden Ihre Schüler fit!

Der Einsatz von Medien öffnet neue Türen und bietet die Möglichkeit, den Unterricht vielseitig zu gestalten. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass die Nutzung auch gewisse Gefahren und Risiken mit sich bringt. Viele Kinder nutzen bereits privat Smartphones, Tablets und PCs – doch von einer sicheren und souveränen Handhabung kann hier noch lange nicht die Rede sein. Es ist daher wichtig einen bewussten und sicheren Umgang zu fördern. An den meisten Schulen gibt es eine Menge Nachholbedarf in dieser Hinsicht, schließlich herrscht teilweise noch digitale Steinzeit. Für den Schulunterricht bedeutet dies konkret einen kontrollierten Einsatz von Medien und ständiges Reflektieren. Was Medienkompetenz umfasst und wie diese gefördert werden kann, lesen Sie hier:


Was ist mit Medienkompetenz gemeint?

Gemeint ist damit der geschulte Umgang mit Medien und deren Inhalten. Dies erfordert die Fähigkeit Inhalte reflektieren, bewerten und einordnen zu können. Auch eine gewisse Technikaffinität ist notwendig, um digitale Medien effektiv und vor allem sicher nutzen zu können. Medienkompetenz ist weitaus mehr, als einfach nur den An-Knopf zu betätigen. Besonders Grundschüler sollten zu Beginn noch nicht alleine loslegen, denn oftmals sind einem die Gefahren gar nicht bewusst. Angefangen von Cybermobbing bis hin zum Datenschutz – wer in der digitalen Welt unterwegs ist, der sollte sich dessen bewusst sein. Oftmals leichter gesagt als getan, schließlich werden wir mittlerweile regelrecht von Informationen überflutet. Kein Wunder also, dass Unsicherheiten bezüglich richtig und falsch entstehen.

Was beinhaltet Medienkompetenz?

Medienkompetenz ist ein sehr komplexes, aber auch vielseitiges Thema. Es gehören verschiedene Kompetenzbereiche dazu, die für einen souveränen Umgang mit den digitalen Medien notwendig sind. Man spricht oftmals von den 6 Säulen:

  1. Suchen, verarbeiten und aufbewahren: Die Suche nach Informationen, das Überprüfen der Quellen und die Aufbewahrung der Daten.
  2. Kommunizieren und kooperieren: Digitale Medien aktiv als Kommunikationstool und Vernetzungsmöglichkeit nutzen.
  3. Produzieren und präsentieren: Verschiedene Medienformate entwickeln und überlegen, wie diese präsentiert werden können.
  4. Schützen und sicher agieren: Das Erkennen von Gefahren in digitalen Umgebungen, wie beispielsweise Datenschutz, Betrug, Viren etc.
  5. Problemlösen und handeln: Digitale Medien als Lernhilfe nutzen und selbstständig Probleme damit lösen.
  6. Analysieren und reflektieren: Der reflektierte und kritische Umgang mit Medien und den verbreiteten Inhalten.

Wie wichtig ist Medienkompetenz für Schüler?

Die Antwort lautet sehr wichtig! Denn nicht nur im Klassenzimmer spielt Medienkompetenz eine Rolle, nein auch später geht es nicht ohne. Sowohl im Privat- als auch im Berufsleben werden wir ständig mit Medien und deren Inhalten konfrontiert. Ein souveräner Umgang ist Grundvoraussetzung und in Zeiten der Digitalisierung geradezu zur Selbstverständlichkeit geworden. Für Schüler die bereits im Grundschulalter mit Medien gearbeitet haben, dürfte dies also kein Problem sein. Genauso wichtig ist es, Kinder zu mündigen Menschen zu erziehen. Die Nutzung digitaler Medien bietet uns allen die Möglichkeit eine große Menge an Information rasant zu verbreiten. Segen und Fluch zugleich! Denn wie unterscheide ich zwischen qualitativen und falschen, schlecht recherchierten Inhalten? Schüler sollten eine bewusste und reflektierte Mediennutzung erlernen, um sich selbst vor Gefahren schützen zu können. Es sollen dabei folgende Lernziele erreicht werden:

  • Selbstständigkeit: Die Nutzung von Medien bietet Schülern die Möglichkeit selbstständig zu lernen und Informationen zu suchen.
  • Verantwortung: Medienkompetenz beinhaltet zudem einen bewussten und angemessenen Umgang mit den neuen Medien.
  • Technisches Verständnis: Neben dem kritischen Umgang mit Inhalten sollen Schüler zudem in der Lage sein, digitale Medien sicher zu bedienen.
  • Meinungsbildung: Ein richtiger Medienumgang erfordert reflektiertes Verhalten und die Fähigkeit sich kritisch mit Inhalten auseinanderzusetzen.

Wie kann Medienkompetenz gefördert werden?

Medienkompetenz hat die letzten Jahre stark an Bedeutung gewonnen. An vielen Schulen gibt es die Überlegung, ein extra Fach speziell für die richtige Nutzung von Medien einzuführen. Eine Aufgabe, die mit Sicherheit nicht immer einfach ist und auch eine Menge Risiken mit sich bringt. Wir haben Ihnen 6 Tipps aufgelistet, wie Sie die Medienkompetenz Ihrer Schüler fördern können:

  1. Leichter Einstieg: Die Mediennutzung bei Grundschülern sollte Schritt für Schritt und mit weniger komplexen Medien stattfinden.
  2. Hilfestellung bieten: Besonders zu Beginn ist es wichtig, dass Sie Ihre Schüler aktiv bei der Mediennutzug begleiten und bei Fragen zur Verfügung stehen.
  3. Lernwerkzeuge nutzen: Selbstverständlich können Kinder nur dann Medienkompetenz erlangen, wenn in den Schulen auch regelmäßig und konsequent Medien genutzt werden.
  4. Informationsabende: Oftmals nutzen Kinder auch zuhause digitale Medien wie Smartphones, Tablets etc., jedoch ohne Verantwortung und Kontrolle. Eltern fühlen sich mit diesem Thema häufig alleine gelassen und überfordert, weshalb Schulen Informationsabende zur digitalen Aufklärung anbieten können.
  5. Internet-/Computerführerschein: Um zu prüfen, ob alle Schüler souverän mit Medien umgehen können, bietet sich das Ablegen einer Art Prüfung für einen Computer- bzw. Internetführerschein an.
  6. Regeln aufstellen: Damit der Gebrauch von digitalen Medien nicht ausgenutzt wird, braucht es klare Regeln und Grenzen.

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