Ein Mitarbeiter arbeitet mit Holz
Über uns
Aktualisiert: 16.01.2020

Betzold-Möbelproduktion

Betzold – Hinter den Kulissen: Seit 2014 produziert Betzold Schulmöbel selbst. „Made in Germany“, in hoher Schreinerqualität. Im Interview erfahren Sie mehr über unsere Produktion und was die Produkte ausmacht.
Bettina Kroker
Bettina Kroker
Online-Redakteurin

Seit 2014 werden bei Betzold Schulmöbel nicht nur versendet, sondern selbst gebaut!

Auf 4500 Quadratmetern Nutzfläche entstand am Firmenstandort im Industriegebiet Ellwangen-Neunheim eine Produktionshalle, ausgestattet mit modernen, automatisierten Maschinen, für die Serienfertigung von Schulmöbeln.

Mit unserer Produktionsleiterin Nadine Medler und unserem Teamleiter der Möbelproduktion Bernd Eißner, der u. a. die Arbeitseinteilung, die Konstruktion der Möbelmuster, das Schreiben der Maschinenprogramme und die Qualitätskontrolle zu seinen Aufgaben zählt, stehen mir die zwei Experten für die Koordination und die praktische Umsetzung der Möbelproduktion als Interviewpartner zur Seite – danke euch dafür!

Zwei Mitarbeiter stehen vor fertigen Möbeln
Produktionsleiterin Nadine Medler und Bernd Eißner, Teamleiter der Möbelproduktion, Quelle Betzold
 

Wie kam es dazu, dass sich Betzold dazu entschlossen hat, Schulmöbel selbst herzustellen?

Nadine Medler: Durch die eigene Möbelproduktion vor Ort haben wir nun die Möglichkeit, unsere Produktinnovation zu stärken, flexibler auf Kundenwünsche einzugehen und Möbel „Made in Germany“ zu produzieren, die einem hohen Qualitätsstandard  gerecht werden.

Die Betzold-Eigenmarke für Schulmöbel heißt „Flexeo“. Steckt hinter dem Namen eine Bedeutung?

Nadine Medler: Die Flexeo-Schulmöbel sind ein Systemmöbelprogramm mit modularem Aufbau.
Unsere Kunden sind damit in der Lage, verschiedene Regal- und Schrankmodelle miteinander zu kombinieren. Außerdem bieten wir zahlreiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten an, wie unterschiedliche Schrank- und Regaltiefen, eine große Auswahl an Farben, z. B. für Boxen, und verschiedene Holzdekore. 
Das alles bietet unseren Kunden eine größtmögliche Flexibilität. Deswegen der Name Flexeo.

Welche Kriterien sollte ein gutes Schulmöbel nach eurer Ansicht erfüllen?

Nadine Medler: Der Schulalltag beansprucht Möbel ja in besonderem Maße. Aus diesem Grund sind Stabilität und Qualität besonders wichtige Kriterien für ein gutes Schulmöbel und haben bei unseren Flexeo-Möbeln oberste Priorität.

Die Möbel werden bei uns in Schreinerqualität „Made in Germany“ hergestellt.  So können wir gewährleisten, dass nur hochwertigste Materialien und Komponenten zum Einsatz kommen.
Zudem sind alle unsere großen Regal- und Schrank-Möbel mit einer 19 mm starken, eingelassenen Rückwand ausgestattet, durch die die Flexeo-Möbel eine enorme Standfestigkeit aufweisen, die einem Kippen entgegenwirken.

Flexeo-Regal
Flexibel, stabil und in bester Schreinerqualität: Flexeo-Schulmöbel, Quelle: Betzold

Welche Elemente und Materialien werden für Flexeo-Möbel außerdem verwendet?

Bernd Eißner: Der Korpus der Regale und Schränke besteht aus einer robusten melaminharzbeschichteten Platte. Die sichtbaren Möbelkanten sind als 2-mm-starke ABS-Kanten (Anm.: ABS ist die Abkürzung für den sehr harten Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol) gearbeitet, die einen besonderen Schutz vor Abnutzungserscheinungen, z. B. durch Stöße und Feuchtigkeit, bieten. Bei den Scharnieren oder Verriegelungssystemen handelt es sich um hochwertige Beschläge namhafter Hersteller. Die Innenausstattung ist speziell für die Flexeo-Möbel entwickelt worden.

Gibt es bei Schulmöbeln gerade aktuelle Trends?

Nadine Medler: In der Schule und im Kindergarten ist das Thema „Ruhebedarf“ immer aktuell. Um Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher zu entlasten, arbeiten wir kontinuierlich an Ruheraumkonzepten. Durch ihr modulares System lassen sich unsere Flexeo-Möbel hier perfekt integrieren.

Liegepolsterschrank
Flexeo-Liegepolsterschrank, Quelle: Betzold

Wie entstehen eigentlich die Ideen für neue Möbel?

Nadine Medler: Die Grundidee entsteht im Produktmanagement. In vielen konstruktiven Gesprächen zwischen Produktmanagement und Konstrukteur der Möbelproduktion werden diese Ideen optimiert, angepasst und verfeinert  – bis zum perfekten Möbelstück.

Die Idee für ein neues Möbelstück ist nun ausgereift: Welche Arbeitsschritte durchläuft es von der Holzplatte auf dem Weg zum fertigen Schrank mit Fachböden und allem Drum und Dran?

Bernd Eißner: Zunächst erfolgt im Maschinenraum die Holzbearbeitung. Die Platten werden hier zugesägt, die Sägekanten bearbeitet und es werden die nötigen Bohrungen vorgenommen.

Mitarbeiter mit Holz

Der nächste Schritt wäre die Korpusmontage, danach werden Beschläge und Türen angebracht.

Arbeit mit Holz

So vorbereitet, kann der Schrank zur Bestückung: Hier werden Fachböden, Boxen oder andere gewünschte Zubehörteile ergänzt.

Mitarbeiter mit fertigem Regal

Bevor der Schrank versandfertig gemacht wird, muss er durch die Endkontrolle, wo nochmals überprüft wird, ob nichts vergessen wurde und der Schrank unseren Qualitätsvorstellungen entspricht.

Arbeit mit Maschinen und Holz

Alle Flexeo-Möbel werden bei uns komplett aufgebaut und durch eine Spedition direkt zu den Kunden geliefert.

Können alle Arbeitsschritte vor Ort durchgeführt werden?

Bernd Eißner: Abgesehen von den Massivholzteilen, die wir z. B. bei den Flexeo-Tischen verarbeiten, werden alle Holzarbeiten hier durchgeführt.

Könnt Ihr verraten, an welchen neuen Produkten gerade getüftelt wird?

Nadine Medler: Mobilität ist bei uns gerade ein großes Thema: In Schulen und Kindergärten sollten Räume mithilfe flexibler Möbel schnell und einfach umzugestalten sein, um sie  immer an die aktuellen Anforderungen anpassen zu können.
Dabei darf das Möbelstück aber auf keinen Fall instabil werden. Deswegen arbeiten wir gerade an Möbeln, die leicht zu verschieben sind, aber durch einen verstärkten Metallrahmen beim Transport nicht beschädigt werden.
Damit setzen wir die Flexeo-Merkmale Stabilität und Flexibilität erneut konsequent um.

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Wer schreibt hier?

Bettina Kroker
Online-Redakteurin
Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Anregungen: