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Umfrage zum Schulstart

Große Mehrheit sieht die Verantwortung fürs Lesen lernen bei den Eltern

Gastbeitrag von MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.

Zum Start des neuen Schuljahres hat der MENTOR-Bundesverband eine Umfrage mit den Marktforschern der GfK durchgeführt, um Eltern und Familienangehörige für das Lesen lernen zu sensibilisieren.

Das Lesen ist DIE Schlüsselqualifikation in unserer Gesellschaft und es zu lernen stellt Kinder vor große Herausforderungen. Bei dieser enorm komplexen Leistung sollten sie und die Lehrkräfte nicht alleine gelassen werden.

Die Umfrageergebnisse sind erstaunlich eindeutig:

Die Verantwortung dafür, dass 19% der Grundschüler im 4. Schuljahr noch nicht richtig lesen können, liegt für 80% der Befragten bei den Eltern. Sie lesen mit ihren Kindern nicht genug oder regen sie nicht ausreichend zum Lesen an.

Nur 20,4% meinen, es liegt daran, dass die Lehrer nicht genug Zeit haben, auf jeden Schüler einzugehen.

Aber, sich jetzt einfach zurücklehnen, – das geht leider nicht.

Leider wissen viele Eltern gar nicht, wie wichtig das Lesen und Vorlesen zuhause ist. Eine simple Möglichkeit ist die Eltern über ein Infoblatt mit ins Boot zu holen:

Infoblatt an die Eltern über das Lesen

→ Eltern informieren, wie wichtig das Vorlesen ist und was sie tun können:

  • Gemeinsam lesen ist viel besser, als zum Üben aufzufordern.
  • Eltern können mit ihren Kindern über das Gelesene sprechen, ihnen Reime beibringen, um das Sprachgefühl und das Silbenverständnis zu üben.
  • Die Eltern können ein Vorbild sein. Sie können vorleben, wozu Lesen gut ist.
  • Den Eltern Tipps geben, wie sie die Neugier auf das Lesen wecken können.

Doch was ist mit den Eltern, die nicht mit ihren Kindern lesen können?

Gerade in bildungsfernen Familien fällt das schwer. Einfach, weil sie es selber nicht gelernt haben oder die Sprache nicht sprechen und es auch nicht auf Großeltern, Tanten oder Paten „outsourcen“ können.

Für Lehrkräfte und andere Verantwortliche an den Schulen gibt es diese Optionen:

  • Freie Lesezeiten in der Schule anbieten erhöht die Motivation. D.h. Zeit, in der die Schüler nur zum Vergnügen lesen können.
  • Attraktive Ausstattung mit zeitgemäßen Büchern, Kinderzeitschriften und Lese- und Sprachspielen anschaffen.
  • Bibliotheken, Leseecken oder Arbeitsgemeinschaften einrichten
  • Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Leseförder-Initiativen wie MENTOR – Die Leselernhelfer e.V.

Besonders sinnvoll ist das gemeinsame Lesen. Die ehrenamtlichen Lesementoren von MENTOR – Die Leselernhelfer e.V. fördern die Schüler ganz individuell in einer 1:1-Situation.

Sie vermitteln den jungen Menschen wirkliche Lesekompetenz, damit sie die Bedeutung der Worte kennen und den Sinn von Texten auch erfassen können. Beim Lesen nutzen die Mentoren vor allem gedruckte Texte. Digitale Medien wie Lese-Apps können ein zusätzlicher, attraktiver Anreiz sein.

Auch die große Mehrheit der Deutschen setzt beim Lesen lernen auf Bücher:

80% halten Bücher für das zeitgemäße Medium. Für das Lesen lernen mit digitalen Medien wie Lese-Apps sprechen sich nur 20% aus, so lautet ein weiteres Ergebnis der aktuellen GfK-Umfrage.

MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.

Der Bundesverband von MENTOR – Die Leselernhelfer bietet interessierten Schulen Unterstützung.

Eine Übersicht, wie die Zusammenarbeit zwischen regionalem MENTOR-Verein und einer Schule organisiert wird, bietet unser Leitfaden.

Kontakt

MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.
Agnes Gorny

Grafenwerthstr. 92
50937 Köln
Tel. 0221 16844744
info@mentor-bundesverband.de

Facebook: https://www.facebook.com/Mentor.Bundesverband/

Über Bettina Kroker

Seit 2014 arbeite ich bei Betzold in Ellwangen als Online-Redakteurin. Im Betzold-Blog möchte ich Lehrerinnen und Lehrern den ein oder anderen Tipp weitergeben, der den Schulalltag erleichtert und Zeit spart. Da ich stets auf der Suche nach neuen, interessanten Blog-Themen bin, freue ich mich immer über Ihre Vorschläge: blog@betzold.de.

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